LEUCHTER
(aus: kurz im Müll gestochert)
für Oboe, Violoncello und Klavier (Zuspielband ad lib.)
8/94
Dem Aulos-Trio gewidmet
UA: 16. Dezember 1994 Berlin (Paul-Dessau-Tage)
Aulos-Trio Leipzig
Die Verwendung des Zuspielbandes bei Aufführungen
ist ausdrücklich erwünscht, jedoch nicht Bedingung.
Zur Wiedergabe des Bandes werden ein normaler Kassettenrecorder
und zwei kleine Stereoboxen benötigt. Die Lautstärke der
Einspielung muß unterhalb der live erzeugten Gesamtdynamik liegen.
Für die Takte 118-126 benötigt der Oboist ein zusätzliches
zweites Rohr. Alle auf dem Klavier zu spielenden Töne werden
mittels Gummi, Kork, Pappe, Metall, Stoff u. ä. so präpariert,
daß das Resultat stark deformierte, erstickte, implodierende,
dumpfe Klänge sind. Der Pianist und der Cellist benötigen beide einen Metallstab.
"Die Komposition ist wie ein Soundtrack zu einem Film, der nicht gezeigt
wird, zu spielen.
Es ist in der Art eines Dokuments oder Reports zu musizieren.
Hart, trocken, brutal, sachlich, unbeteiligt. All das, was erfüllt und trägt,
korrumpiert, zerstört, muß hier einfach abgleiten.
Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen wäre völlig unbeabsichtigt."
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