''Sinfonie einer Großstadt'' im neuen
Gewand
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| Ansichten einer Großstadt: Thomas
Schadt über dem Potsdamer Platz |
 | Ein Film-Klassiker kehrt in
zeitgenössischer Form auf die Leinwand zurück. Gut 75 Jahren
nach der Uraufführung des legendären Stummfilms "Berlin: Die
Sinfonie der Großstadt" von Walther Ruttmann hat in Berlin
eine Neuauflage des Films Premiere. Im Auftrag des SWR hat
der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Thomas Schadt
eine moderne Version unter dem leicht geänderten Titel "Berlin
- Sinfonie einer Großstadt" gedreht.
Ein Tag in Berlin
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| Berliner Schnauze: Jungen vom
Prenzlauer Berg |
 | Wie Ruttmann will Schadt
ein Gesamtkunstwerk in Bild und Ton präsentieren. Ein
Stummfilm in Schwarzweiß, ummalt von neuen Werken der
preisgekrönten Komponisten Iris ter Schiphorst und Helmut
Oehrling. Der Rahmen der Handlung ist auch diesmal ein
fiktiver Tag in der Großstadt. Schadt zeigt sein Bild Berlins
an den unterschiedlichsten Orten: bei der Silvesterfeier am
Brandenburger Tor und der Beobachtung von Menschen bei der
Arbeit und in ihrer Freizeit; in der Gedenkstätte
Hohenschönhausen, im Reichstag und bei der Raubtierfütterung
im Zoo.
Bilder einer Stadt im Wandel
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| Nebeneinander der Epochen: Potsdamer
Platz |
 | Ein Jahr lang hat das Team
an dem Film gearbeitet. Auch Schadt drehte auf
35-mm-Material. Die neue Sinfonie soll eine Hommage
an das Original und die Stadt sein und doch mehr als ein
Remake. Schadt zeigt wie Ruttmann eine Stadt im Umbruch, mal
vital, mal elegant und mal hässlich. Eine Stadt, die schwer an
ihrer Geschichte trägt und von ihr beflügelt wird. Schadt
betonte, auch er habe ein Film über den "Puls der Metropole"
machen wollen. Er habe jedoch die Menschen anders beobachtet
als Ruttmann und ihnen ein "menschliches Antlitz" geben
wollen.
Grenzen zwischen Film und Komposition verschwinden
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| Herstellung eines Leibgerichts:
Döner-Fabrik |
 | Die Musik für die neu
entstandene Großstadtsinfonie wurde nicht, wie sonst üblich,
erst nach Fertigstellung des Films komponiert. Da Schadt, ter
Schiphorst und Oehrling eine Bild- und Klangsinfonie erstellen
wollten, stimmten sie Film und Musik bereits in der Phase
ihrer Entstehung eng aufeinander ab. Die Dreh- und
Kompositionsarbeiten gingen weitgehend parallel
vonstatten.
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| Mal elegant, mal eitel: Modenschau
in Berlin |
 | Einen Tag vor dem
offiziellen Kinostart feiert der Film am Abend seine
Uraufführung in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Das
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg spielt live.
Ebenfalls heute eröffnet im Filmmuseum in Berlin die
Sonderausstellung "Berlin - Sinfonien einer Großstadt", die
bis zum 30. Juni läuft. Die Schau will nach den Worten der
Macher die "Parallelen und Gegensätze beider Filme erfahrbar
machen".
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